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Die Geschichte des Landkreises Rogachev
1142 - 1772

Im 13. Jahrhundert gehört Rogachev zum littauischen Fürstentum. Zu dieser Zeit kam es zu Kriegen zwischen dem littauischen und dem expandierenden Moskauer Fürstentum, in dem es auch um das Gebiet um Rogachev ging. Gleichzeitig drängten auber auch Krimtataren und Kasachen in diese Region.

Im 15. Jahrhundert kam es zu einer recht dynamischen Entwicklung des Gebietes, diese Zeit wird als das Goldene Jahrhundert für Rogachev bezeichnet. (Abb. 6) Die zu dieser Zeit regierenden Pinsker Fürsten gaben das Gebiet an Siegismund I. (der Ältere) (1467 - 1548) ab, der die Stadt an seine Frau Bona Sforza (1493 - 1557) (Abb. 7) als Hochzeitsgeschenk schenkte. Sie war eine Fürstin von Milano, unter anderem bekannt durch ein Gemälde von Lucas Cranach. Bona ließ sich in Rogachev auf dem sogenannten Schloßberg im Zentrum des alten Stadtkerns ein Schloß erbauen.(Abb. 8)

1562 wird die Stadt von Krimtartaren geplündert und niedergebrannt, 1654 halten sich in diesem Gebiet die Truppen des Hetman Solotorjenko auf (Abb. 9).

1569 - 1772 ist Rogachev unter Herrschaft der polnischen Retsch Paspolita (Abb.11), wichtige Daten sind hier der Lubliner Vereinigungsvertrag 1569 und der Berostschewsker Kirchenvereinigungsvertrag von 1596.

Im 17. und 18. Jahrhundert verlor Rogachev durch die anhaltenden kriegerischen Auseinanderstzungen zwischen den sich immernoch bekämpfenden Littauern und Moskauern an Bedeutung, die Entwicklung stagnierte.

Im Jahr 1772, nach der Teilung des Retsch Pospolita (Abb. 12), lag Rogachev im Herrschaftsbereich des aus littauischen und polnischen erstandenen neuen Fürstentums, die Stadt wurde zum Verwaltungszentrum eines Kreises, der etwa die fünffache Größe des heutigen Landkreises besaß.

Abbildung 6

Abbildung 7

Abbildung 8

Abbildung 9

Abbildung 11

Abbildung 12

Der belorussische Landkreis Rogachev
© Jörg Müller